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Sonntag, 8. April 2018

Gebratene Lammkeule

Zutaten:
1,5 Kg Lammkeule
3 Knoblauchzehen
2 TL Tomatenmark
1 EL Mehl
2 EL Butter
1 TL Salz
1 Packung Zitronenschale
1 Msp. Kümmel
1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Zwiebel
3 EL Olivenöl
1 TL Gemüsebrühe
125 ml trockener Weißwein
1 l Wasser

Die Lammkeule wird unter kaltem Wasser abgewaschen. Anschließend wird sie mit den zerdrückten Knoblauchzehen, dem Kümmel, Olivenöl, der klein gewürfelten Zwiebel, dem Weißwein und der Zitronenschale über Nacht im Kühlschrank in einem Plastikbeutel mariniert. Nun wird die Keule mit dem Salz bestreut und anschließend in dem Öl von allen Seiten scharf angebraten. Die Zwiebeln und der Knoblauch werden hinzugegeben und glasig gedünstet. Nun wird zunächst das Tomatenmark hinzugegeben, damit sich der Bratensatz löst. Ist dies erfolgt, wird das Wasser und die Gemüsebrühe hinzugegeben und der Braten 25 Minuten von jeder Seite sprudelnd gegart. Zum Schluss wird aus der Butter und dem Mehl eine Bechamel angerührt und der Bratenfond hinzugegeben. Dieser wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Wie auch im vorherigen Rezept gibt es hier leider keine Fotos, da ich das Gericht unterwegs zubereitet und gegessen habe. Ich habe zu dem Gericht der Einfachheit halber Nudeln gemacht. Normalerweise könnte man dazu zum Beispiel auch Rotkraut und Klöse machen. Geschmacklich ist es nicht so intensiv, wie ich es aus meinem Elternhaus kenne. Die Mischung aus Knoblauch, Zwiebel, Zitrone und Kümmel finde ich sehr gut. Es ist ein rundum gelungener Braten und eine wunderbare Soße. Geschmacklich kam der Lammgeschmack nur sehr leicht zum Tragen. Das Fleisch war sehr mager und damit etwas trocken. Wer es saftiger mag, sollte das Fleisch ggf. mit Fett spicken oder mit Speck umwickeln. Ich kann es euch jedenfalls nur empfehlen.


Donnerstag, 5. April 2018

Gebratene Kräuterlammkeule mit Knoblauchzehen

Zutaten:
8 EL Olivenöl
2 Zweige Thymian
1 Zweig Rosmarin
1 TL Fenchelsamen
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
1 Lammkeule ca. 1,5 Kg
1 Knoblauchknolle
1 TL Gemüsebrühe
1 EL Butter
2 EL Mehl 
1 l Wasser
1 TL Tomatenmark

Das Fleisch wird kalt abgewaschen und in einen Plastikbeutel gelegt. Öl, Thymian, Rosmarin, Fenchel, Pfeffer und die geschälten und angedrückten Knoblauchzehen werden hinzugegeben und das Fleisch kräftig massiert. Der Beutel muss verschlossen einen Tag im Kühlschrank ruhen. Anschließend wird das Fleisch entnommen und mit dem Salz bestreut und in einem Teil des Öles zusammen mit dem Knoblauch angebraten. Es sollte von allen Seiten kräftig angebraten werden, damit ein guter Bratenansatz entsteht. Ist dies erfolgt, wird das Tomatenmark in den Topf gegeben, damit sich der Bratenansatz löst. Nun wird das restliche Öl und das Wasser hinzugegeben, sodass der Braten mindestens zur Hälfte bedeckt ist. Der Braten muss nun bei geschlossenem Deckel 25 Minuten von beiden Seiten garen. Anschließend wird aus der Butter und dem Mehl eine Bechamel angerührt und der Sud hinzugegeben. Die Soße wird mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer abgeschmeckt. 

Hintergund dieses Gerichtes ist, dass ich kein Lammfreund bin, da dieses Fleisch in den meisten Fällen immer nach Stall schmeckt. Deswegen wollte ich selbst einmal verschiedene Rezepte ausprobieren, um festzustellen, ob das auch bei mir der Fall ist oder nicht. Auf den ersten Blick hat das Fleisch nicht nach Stall geschmeckt. Da ich mir das Essen aber mit zur Arbeit genommen habe, weshalb es auch kein Bild davon gibt, und es mehrfach erwärmt habe, musste ich leider feststellen, dass es mit zunehmender Anzahl an Erwärmungen immer mehr nach Stall geschmeckt hat. Während des Essens ist das durch die doch intensive Soße nicht großartig aufgefallen, aber im Nachhinein hat man es geschmeckt. Zu den Details, das Fleisch war sehr mager und somit recht trocken. Das ist klar, denn, wenn kein Fett im Fleisch ist, kann es auch nicht saftig sein. Die Soße war anfangs sehr intensiv, aber nach wenigen Bissen hat sie angenehm südländisch geschmeckt. Für den Urdeutschen, der dieses Gericht sicherlich anders gewohnt ist, mag das eine mühsehlige Umgewöhnung sein, aber wenn man der Sache etwas offener gegenüber steht, wird man schnell feststellen, dass es auf diese Art und Weise ebenfalls seine Reize hat. Mit dem Fenchel sollte man aufpassen, da dieser sehr schnell geschmacksgebend ist und leicht hervorschmecken kann. Ansonsten muss ich sagen, das es eine angenehme Abwechslung war und es bestimmt nicht das letzte Mal gewesen ist, dass ich Lamm auf diese Art und Weise zubereiten werde.

Samstag, 23. September 2017

Breakfast Burger

Zutaten:
4 Buns
600g Rindergehacktes
1 getrocknetes Brötchen
120 ml Milch
1/2 Scheibe geräucherter Speck
2 EL Röstzwiebeln
1 Ei
1 EL mittelscharfer Born Senf
1/4 TL Chili
3g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
12g Salz
8 Scheiben Bacon
1 Dose Baked Beans
4 Scheiben Cheddar
4 Eier

Das Brötchen wird in der Milch eingeweicht. Nachdem es sich komplett vollgesogen hat und weich ist, wird es ausgedrückt. Der Speck wird in kleine Würfel geschnitten und zusammen mit dem Hackfleisch, Brötchen, den Röstzwiebeln, Ei, Senf, Chili, Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermengt. Aus der Masse werden 4 Patties geformt.
Die Baconscheiben werden bei indirekter Hitze langsam angebraten. In einer Pfanne werden einzeln die Eier gebraten. Während des Bratens sollten sie mit Salz und Pfeffer bestreut werden.
Die Bohnen werden in der Mikrowelle erwärmt.
Über direkter Hitze werden die Patties gegrillt. Nachdem die erste Seite fertig gegrillt wurde, wird auf jedes Patty eine Scheibe Cheddar gegeben. Wenn diese Zerschmolzen ist, ist das Patty fertig.
Nun können die Burger belegt werden. Erst die Unterseite vom Bun, dann 2 Scheiben Bacon, dann das Patty, die Bohnen und das Ei und die Oberseite vom Bun.


Der Burger lässt sich relativ einfach herstellen, da man die Sachen zeitunkritisch parallel machen kann. Geschmacklich ist es leider kein Burner. Ein bisschen flach, wie man das ein oder andere Englische Frühstück vielleicht kennt. Er hat aber extrem satt gemacht. Wer ihn probieren will, nur zu, aber unter meine Top Ten kommt er nicht.

Sonntag, 20. August 2017

Gefüllte Champignons

Zutaten:
1 Packung Riesenchampignons
500g ungewürztes Gehacktes
10g Salz
3g frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
1/2 TL Paprika
1/4 TL Knoblauch
1 MSP Piment
1/5 TL Macis
2 TL Majoran
1/2 TL mittelscharfen Bornsenf
1 kleine Zwiebel
1 Packung Cheddar oder guter Gouda

Die Zwiebel wird geschält und klein gehackt. Die Stiele von den Champignons werden ab- und klein geschnitten. Die klein geschnittenen Champignongs werden mit den Gewürzen und den Gehackten vermengt und in die Champignonköpfe gedrückt. Nun werden die Champignons mit Käsescheiben bedeckt und bei indirekter Hitze ca. 15-20 Minuten gegrillt.


Schnell und einfach zubereitet ist das wieder etwas, mit dem ihr eure Gäste begeistern könnt. Geschmacklich merkt man hauptsächlich natürlich nur das Hackfleisch und den Käse, weil die Pilze keinen großartigen Eigengeschmack haben, dennoch ist es eine interessante Abwechslung auf dem Grill. Eventuell könnt ihr unter das Gehackte noch Kräuterbutter legen, damit diese beim Grillen in den Pilz einzieht. Probiert es doch einfach einmal aus und sagt mir eure Meinung dazu.

Samstag, 5. August 2017

BBQ Hähnchen mit 3 Aromen

Zutaten:
Für die Soße:
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel
6 Zehen Knoblauch
250 ml Ketchup
125 ml Cola
4 EL Zitronensaft
4 EL braunen Zucker
2 EL süßen Senf

Für die Gewürzmischung:
2 TL Paprika
2 TL Meersalz
1 Packung Zitronenschale
1/2 TL Knoblauchpulver
1/2 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

1-2 Kg Hähnchenschenkel
Hickorychips

Für die Soße werden Zwiebel und Knoblauch geschält und in kleine Würfel gehackt. Anschließend werden diese in dem Öl glasig angebraten. Danach werden alle  weiteren Zutaten für die Soße hinzu gegeben und unter ständigen Rühren aufgekocht und etwas reduziert.

Das Geflügel wird am Vortag kalt gewaschen und trocken getupft. Anschließend wird es mit der Gewürzmischung rundherum benetzt und bei max. 4°C im Kühlschrank (idealerweise vakuumiert) 1 Tag eingelegt. Am Grilltag werden die Hähnchen über schwacher direkter Hitze von beiden Seiten angebraten, damit die Haut knusprig ist. Anschließend werden sie über indirekter Hitze fertig gegrillt. Dabei werden beide Seiten regelmäßig mit der Marinade bestrichen. Die gewässerten Holzchips werden mit zu der Glut gegeben, damit die Geflügelteile gesmoked werden.



Auf dem Bild sieht man eine breite Auswahl von allen Dingen, die ich an dem Grilltag auf den Rost gelegt habe. Die Hähnchen mit den 3 Aromen sind dabei die größeren Teile. Geschmacklich muss ich sagen, dass das Fleisch der Hähnchen an sich wieder nicht wirklich Geschmack aufgenommen hat. Dagegen war die Haut sehr aromatisch. Das Hähnchen ohne die BBQ Soße hat nur begrenzten Geschmack. Die Barbequesoße würzt recht gut. Die Soße schmeckt leicht süßlich durch die Cola, den Zucker und den Senf. Ein wenig kommt der Knoblauchgeschmack zu Tage, aber das ist nicht so, dass man hinterher stinkt, als wenn man die Zehen roh gegessen hätte. Der Rauch der Chips gibt dem Ganzen eine gewisse Note, die den Geschmack abrundet. Alles in allem ist zu sagen, dass man mit der Herstellung zwar ein wenig Arbeit hat, diese sich aber bedingt lohnt. Verglichen mit manch anderen Hähnchenvarianten, die ich bereits gemacht habe, würde ich diese Version im guten Mittelfeld einordnen. Es ist eine angenehme Abwechslung, die man gerne probieren kann.

Freitag, 21. Juli 2017

In Whisky, Soja und Honig marinierte Stubenküken

Zutaten:
6 Hähnchenschenkel
150 ml Sojasoße
100 ml Whisky
6 Knoblauchzehen
2 El Honig
1/2 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Schenkel werden gewaschen. Die Knoblauchzehen geschält und klein gehakt. Anschließend werden Alle Zutaten miteinander vermengt und bei max. 4°C im Kühlschrank 1 Tag mariniert. Zum Grillen werden die Schenkel kurz über direkter Hitze angebraten und über indirekter Hitze fertig gegrillt.


Wie ihr sehen könnt, habe ich das gleich Bild, wie aus dem letzten Post genommen, weil hier beide Sorten vom Fleisch abgebildet sind. Ihr könnt anstatt den Hähnchenschenkeln natürich auch jede andere Art von Geflügel nehmen. Gerade für die Frauen eignen sich hervorragend Putenbrustfilets. Das macht von der Verarbeitung keinen Unterschied. Bei diesem Rezept würde ich euch empfehlen die Menge an Whisky stark zu reduzieren. Der Geschmack legt sich zwar sehr gut um das Fleisch, aber es bleibt dennoch ein sehr starker Whiskygeschmack vorhanden. Ich kann mir vorstellen, würde man zu der Marinade noch Ketchup oder eine Art BBQ-Sauce geben, dann reduziert sich das etwas und passt mit den übrigen rauchigen Geschmack besser zusammen. Aber in der Rohfassung werden wahrscheinlich viele Leute sagen, dass es ihnen zu sehr nach Alkohol schmeckt.

Dienstag, 18. Juli 2017

Entenkeulen vom Grill mit Hoisin-Orangen-Glasur

Zutaten:
4 Hähnchenschenkel
4 EL Reiswein
1 Packung Orangenschale
3 EL Hoisinsoße
1/2 TL Chiliflocken
2 TL grobes Meersalz
1/2 TL Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 EL Sojasoße

Die Hähnchenschenkel werden gewaschen und in den restlichen Zutaten mindestens 1 Tag im Kühlschrank bei max. 4°C eingelegt. Anschließend werden sie kurz über direkter Hitze angebraten und danach bei indirekter Hitze fertig gegrillt. 


Die Zubereitung ist denkbar einfach. Es ist immer schwierig Geschmack in Geflügel zu kriegen. Mit dieser Mischung gelingt das allerdings recht gut. Wer auf Orangenaroma steht, dem wird dieses Rezept vollkommen zusagen. Mir persönlich hat es zu sehr nach Orange geschmeckt. Wenn man eine entsprechende Beilage dazu wählt, kann ich es mir aber durchaus als mundend vorstellen. Ein Beispiel hierzu wäre entweder eine Art Nudelsalat oder etwas in Richtung Taco. Probiert es einfach aus und findet für euch die passende Option.

Montag, 3. Juli 2017

Geräuchertes Eisbein

Zutaten:
1,7 Kg Eisbein mit Knochen (Vorgepökelt)
1 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
1/2 TL Paprika
1/4 TL Koriander
1/4 TL Knoblauchpulver
2 Lorbeerblätter
1 Prise Piment
1/8 TL Macis
2 Zwiebeln
1 TL Senfkörner
1 TL Wacholderbeeren
Kirschchips
Buchenspäne
Whyskichips
2 Nelken
1 EL Wachholderbeeren
1/2 TL Rosmarinnadeln
1/2 TL Thymian


Für diese Zubereitung habe ich mir ein bereits vorgepökeltes Eisbein genommen. Die Gewürze bis zu den Kirschchips habe ich auf das Eisbein gestreut und es 2 Tage im Vakuum gepökelt. Hilfreich ist es, wenn man die Schwarten an ein paar Stellen bis zum Fleisch einschneidet, damit die Gewürze an diesen Stellen auch ans Fleisch kommen. Anschließend habe ich es, ohne es von den Gewürzen zu befreien, in den Heißräucherofen gehängt. Dabei habe ich die Heizung verwendet, damit ich die Temperatur besser im Griff habe. Die Räucherchips habe ich angefeuchtet, da sie sonst anfangen zu brennen. 
Damit würde die Temperatur im Räucherschrank zu schnell ansteigen und das Räuchergut ggf. verbrennen. Wie ihr sehen könnt, habe ich das Eisbein an einen S-Haken befestigt und durch die Rauchabzugsöffnung im Räucherschrank mein Kerntemperaturthermometer durchgeführt und in die dickste Stelle des Fleisches gesteckt. Insgesamt habe ich das Eisbein ca. 8 Stunden im Räucherofen gehabt. Dabei habe ich 1,5 Mal meine Räucherwanne für Späne befüllt. Der Rest der Zeit diente lediglich für die Erreichung der Kerntemperatur von 76°C. Da ich am Anfang die Heizung niedriger gestellt hatte, dauerte es sehr lange, bis die Temperatur vom Fleisch stieg. Zwischendrin ist mir noch ein Bagatellfehler unterlaufen. Meine Verlängerungsschnur hat sich ausgeschaltet, weil ich die Trommel nicht abgewickelt hatte und somit die Leitung zu heiß geworden ist. Dadurch ist das Fleisch kurzzeitig wieder etwas abgekühlt. Das hat dem Ganzen aber nicht geschadet. Ich habe die Heizung dann wieder erhöht, sodass etwa 90-100°C im Räucherschrank waren und das Fleisch solange garen lassen, bis die Kerntemperatur erreicht wurde.

 

Ich habe das Fleisch am nächsten Tag ausgelöst und mit an selbst gemachtes Sauerkraut geschnitten. Eigentlich war es dafür viel zu schade. Normalerweise hätte man es gleich so essen müssen. Dieser Geschmack war wieder einmal der Hammer. Das Rauchverhältnis war genau richtig. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich eines der Hölzer genau hätte raus schmecken können, aber das ist ja auch der Sinn davon, dass die Mischung überzeugt. Genauso überzeugend war auch die Mischung der Gewürze. Es hat sich zwar wieder gezeigt, dass man normalerweise das Fleisch spritzen sollte, damit der Gewürzgeschmack auch tief im Fleisch ist, aber so ist er auch relativ tief vorgedrungen. Für Bratenstücke würde ich das Spritzen definitv empfehlen. Ich kann euch auf jeden Fall nur empfehlen, wenn ihr die Möglichkeit habt, dann probiert das Rezept aus. Ihr werdet begeistert sein.

Freitag, 30. Juni 2017

7 Sorten neue Wurst

Wenn man einmal dabei ist, kann man auc gleich mehrere Sorten herstellen, sage ich immer, denn ob ich alles wegen einer Sorte dreckig mache oder wegen 10 macht keinen Unterschied. Also habe ich mich dazu entschlossen 7 neue Sorten Wurst auszuprobieren. Diese Sorten sind folgende:

188 Zungenleberwurst
189 Bauernleberwurst
190 Kasseler Leberwurst
192 Brüh Zwiebelwurst
193 Land-Mortadella
194 Bierwurst
195 Weißer Schwartenmagen


Wie die Sorten im einzelnen schmecken, werde ich euch in den folgenden Absätzen kurz erläutern.
Die Zungenleberwurst ist aus der ganzen Charge eigentlich die Beste. Der Geschmack ist nicht aufrdringlich und dennoch verspürt man einen wunderbaren ganzeheitlich abgerundeten Leberwurstgeschmack nachdem man sie geschluckt hat. Die Würze kommt erst zum Schluss etwas durch. Sie ist nicht so lasch die wie Bauernleberwurst. Von der Zunge merkt man nichts weiter. Das finde ich bei dem Geschmack aber nicht schlimm. Das ist definitv eine Sorte, die man wieder herstellen kann. Die Bauernleberwurst Nr. 189 schmeckt grundlegend wie eine normale Leberwurst. Sie ist für diejenigen geeignet, die es nicht sonderlich würzig mögen. Mein Fall ist das leider nicht, da ich es gerade bei einer Leberwurst lieber etwas herzhafter mag. Würde man mehr Gewürze verwenden, würde sie sicherlich dort hin kommen, aber im Originalrezept ist sie mir zu lasch.
Nr. 190 Kasseler Leberwurst schmeckt leider nicht wie erwartet. In einer meiner letzten Wurstaktionen habe ich Speckleberwurst hergestellt, die mit geräucherten Speck versetzt wurde. Diese hatte ein wunderbares Aroma. Sie war schön kräftig und herzhaft. Das hatte ich mir von der Kasseler Leberwurst auch erwartet, da geräucherter Kasseler verwendet wurde. Leider hat sich der Geschmack nicht wirklich auf den Rest der Wurst übertragen. Sie schmeckt mir persönlich zu sehr nach Standard.
Die Nummer 192 Brüh-Zwiebelwurst ist von der Konsistenz ähnlich, wie die Kasseler Leberwurst recht streichzart, weil ich es nicht mag, wenn die Wurst zu fest ist. Geschmacklich fehlt mir dabei ein wenig der Pepp. Man schmeckt recht deutlich den Kümmel hervor. Ansonsten schmeckt sie nur nach einer normalen "Schweinewurst" angelehnt an eine Sülze.
Die Land-Mortadella, mit der Nummer 193 schmeckt für mich nicht nach Mortadella. Vielleicht ist dies unter anderem dem zu verschulden, dass die Wurst nicht gekuttert wurde, sondern nur durch den Fleischwolf gelassen wurde. Bei der Wurst haben sich bedingt dadurch, dass ich keinen Emulgator dazu gegeben habe, Fett und Gelee abgesetzt. Die Sorte ist relativ grob und erinnert eher an eine Art Gehacktes im Glas.
Die 194 mit dem Namen Bierwurst ist eine gute Wurst, die ich mir vorstellen könnte durchaus im Kunstdarm abzufüllen, wenn ich genug Abnehmer hätte. Aber im Glas hält sie sich einfach länger. Geschmacklich ist sie mit einer guten Bierwurst vom Fleischer zu vergleichen.
Der Weiße Schwartenmagen mit der Nummer 195 ist eine typische Sülze. Ich würde es zumindest so beschreiben. Von der Konsistenz ist es sicher nicht jedermanns Geschmack. Vom Geschmack her ist dieser Sorte sehr mild gehalten. Bei einer nächsten Herstellung würde ich bedeutend mehr geschmacksgebende Gewürze, wie Pfeffer verwenden.

Dienstag, 27. Juni 2017

2 neue Sorten Wiener

Einer meine Wünsche bestand darin zukünftig auch heißräuchern zu können. Da ich aber nur einen Kalträucherschrank besitze, musste ich mir Gedanken machen, wie ich es hin bekomme, dass ich auch heißräuchern kann. Also habe ich zunächst probiert direkt im Kalträucherschrank den Haufen mit Späne zu entzünden. Dabei bin ich lediglich auf eine Temperatur von 28°C gekommen. Also habe ich mich dazu entschlossen einen neuen Heißräucherschrank zu kaufen. Ich habe mich dabei für ein günstiges Modell für ca. 120€ entschieden. Der Räucherofen hat einiges an Zubehör dabei und man kann wählen, ob man mit Heizung oder Holzkohle heizt. Ich habe den Räucherschrank mit beiden Methoden ausprobiert und muss sagen, dass man sich zwar die Energie spart, wenn man mit Holzkohle befeuert, aber damit die Temperatur auch nicht ordentlich regeln kann. Davon abgesehen, dass die Holzkohle auch Geld kostet, werde ich zukünftig nur noch die Variante mit der Heizung nehmen. 
Zu Herstellung der Wiener ist zu sagen, dass ich dabei tatsächlich die richtigen Fleischsorten verwendet habe, die in den Rezepten angegeben waren. Ich habe zwei unterschiedliche Sorten hergestellt (205 Wiener Würstchen und 206 Käsewürstchen). Der Unterschied der beiden Sorten bezieht sich darauf, dass die einen eben mehr an den urpsrünglichen Wienertyp erinnern und die anderen mehr das Augenmerk auf den Käseinhalt haben. Zur Herstellung werde ich gleich sagen, dass ich mit meinen vorhandenen Gerätschaften keine Wiener wieder herstellen werde. Erstens ist es eine abartige Fummelarbeit Minischafsaitlinge auf die Fülltülle zu bekommen und zweitens war mein Wurstfüller nicht stark genug das Brät durch die kleine Tülle zu drücken. Selbst ich hatte meine Mühe und Not durch manuelles Kurbeln das Brät da durch zu kriegen. Das bedeutet, dass ich zukünftig nur noch Bockwürste herstellen werde. Ich hatte meines Wissens 16/18 er Schafsaitlinge und habe das angefrorene Fleisch im Kutter ein paar Runden klein gekuttert, bis das erste Brät ca 7-8°C hatte. Bei der ersten Kutterung habe ich die Hälfte vom Crushed Ice mit hinzu gegeben. Bei der zweiten Kutterrunde habe ich die Gewürze und das restliche Eis dazu gegeben und das Brät bis 11°C gekuttert. Anschließend wurde es abgefüllt und die Würste bei 60-75°C heiß geräucht. Da das mein erster Heißräuchergang war, hat die Temperatur sehr geschwankt und ich musste ab und zu die Tür öffnen, weil kurzfristig auch einmal 90°C erreicht waren. Das ist natürlich zu heiß für die Würste. Die erste Sorte Wiener habe ich etwas zu lang geräuchert. Dabei habe ich zwei bis dreimal die Spänewanne im Ofen gefüllt. 1-1,5 Mal reicht dafür völlig aus. Geschmacklich fand ich die Wiener nicht sonderlich gut. Zum einen waren sie mir zu fettig und zum anderen hat mich der eigentliche Geschmack der Gewürze nicht überzeugt. Das Raucharoma war auch zu intensiv. Die Käsewürstchen haben soweit sehr gut geschmeckt, wobei ich diese das nächste Mal noch etwas intensiver Räuchern werden. Von der Räucherdauer kann man sagen, dass jede Sorte etwa eine halbe Stunde im Ofen verbracht hat. Anschließend wurden die Würste gebrüht und in kaltes Wasser eingelegt, damit sie nicht schrumpeln. 
Alles in allen kann ich sagen, dass ich wieder einige neue Erfahrungen gesammelt habe, die ich mir für die nächsten Male merken und anders handhaben werde. Ich berichte euch natürlich, sobald es wieder etwas neues gibt. Wenn ihr Fragen habt, dann fragt ruhig.

Samstag, 24. Juni 2017

9 neue Sorten Bratwurst

Ich habe erstmals mit zwei Freunden zusammen Bratwürste hergestellt. Dabei haben wir wie immer, der Einfachheit halber Gehacktes genommen und dieses im Verhältnis von 1800g Gehacktes zu 200g Curshed Ice vermengt. Die Masse haben wir mit den entsprechenden Gewürzen vermischt und alles zu einem Brät gekuttert. Die Würste haben wir in 26/28 er Schweinedarm gefüllt und gebrüht. Für das nächste Mal werden wir eine kleinere Darmgröße (24/26) wählen, weil die Würste sonst schon ziemlich dick sind. Als Sorten haben wir die folgenden hergestellt:
187 Weißwürste
196 Mittelitalienische Salsiccia
197 Norditalienische Salsiccia
198 Pikante Bratwurst mit Pfifferlingen
199 Frankenwalder Rostbratwurst
200 Pfälzer Bratwurst
201 Hessische Bratwurst
202 Fränkische Bratwurst
203 Eigene Thüringer
204 Eigene Bärlauch

Da man auf den Bildern sowieso keinen Unterschied erkennen kann, werde ich euch aufschreiben, wie die einzelnen Sorten Geschmeckt haben. Dazu ist zu erwähnen, dass bei den ganzen Bratwurstsorten auch noch eine Sorte Weißwurst dabei war. Dazu kann ich schon einmal sagen, dass sie sehr gut geschmeckt hat. Sie bekommt auf meiner Skala eine 8 und ich werde sie definitiv wieder machen. Ich weiß nicht, ob es dieses Mal an den neuen Füllgehilfen lag, aber die Würste sind mir ein bisschen fest vorgekommen. Um das zu umgehen, werde ich das nächste Mal das Hackfleisch etwas fettiger bestellen.
Die Nummer 187 Weißwürste ist ein einfaches Rezept gewesen, bei dem ich nach Gusto TK Petersilie an die Wurst getan habe. Ich war positiv davon überrascht, dass sie so gut geschmeckt haben. Dieses Rezept werde ich definitv wieder verwenden.
196 Mittelitalienische Salsiccia
197 Norditalienische Salsiccia
198 Pikante Bratwurst mit Pfifferlingen hat sich im ersten Moment interessant angehört. Ich habe bei der Rezeptur schon mehr als doppelt so viele Pfifferlinge an die Wurst gemacht. Dennoch hat man nach dem Grillen gar nichts davon geschmeckt. Vielleicht verliert sich der Geschmack, wenn die Pilze mit gekuttert werden, oder einfach durch den Brühvorgang. Mein Fazit daraus ist jedoch, dass ich die Bratwürste das nächste Mal bei eine ähnlichen Wurst entweder nicht brühe, oder die Stückchen größer lasse.
Die Nummer 199 Frankenwalder Rostbratwurst hat ein sehr neutralen Geschmack. Nur mit ganz genauen Geschmackssinn erkennt man im Abgang eine leichte pfeffrige Note. Die Bratwurst ist grundlegend nicht verkehrt, wird aber nur eine 5 erhalten. Ich werde das Brät dann zB. als Grundbrät für andere Wurstsorten verwenden, zum Beispiel, wenn man Bärlauchwürste macht.
Nummer 201 (Hessische Bratwurst) hat leider nicht meinen Bedürfnissen entsprochen und wird nicht wieder hergestellt. Die Wurst hat nicht sonderlich nach Gewürzen geschmeckt, sondern überwiegend nach Schweinefleisch, ähnlich, wenn man einen Schinken relativ mild einlegt und ihn dann lufttrocknet.

Montag, 12. Juni 2017

Pferdesteak mit Wedges

Vor einiger Zeit habe ich mit einem Freund von mir ein Pferd geschlachtet. Ich selber habe mir davon nur ein Teil des Roastbeefs und des Filets mitgenommen. Aus dem Roastbeef habe ich Steaks gebraten und aus dem Rest Gulasch hergestellt. Entgegen der Meinung, dass Pferdefleisch einen süßen Geschmack aufweist, kann ich euch sagen, dass es nicht der Fall war. Zumindest nicht bei den Steaks. Aber Schritt für Schritt. Zunächst habe ich das Fleisch 1 Woche im Vakuum im Kühlschrank reifen lassen. Da ich es danach nicht gleich verarbeitet habe, wurde es kurzzeittig eingefroren. Nachdem es vollständig aufgetaut war, habe ich das Fleisch in etwa 3 cm dicke Scheiben geschnitten. Die Stücke, die zu groß waren, habe ich noch einmal geteilt.
Ansonsten habe ich für das Fleisch nichts weiter vorbereitet, außer kurz vor dem Grillen eine Seite mit etwas groben Meersalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer bestreut. Als Zutaten habe ich Zuckermaiskolben mit auf den Grill gelegt und Kartoffelecken hergestellt. Für die Kartoffelecken werden die Kartoffeln gewaschen und je nach Größe geviertelt oder geachtelt. Sie werden mit einer Mischung aus Salz, Cayennepfeffer, Knoblauchpulver, Rosmarin und Paprikapulver "mariniert" und in eine beschichtete Auflaufform gegeben. In die Form werden noch 1 bis 2 Zwiebeln (geschält und geviertelt) mit hinzugegeben und alles mit einem Öl übergossen. Ich verwende bei mir Olivenöl, dass ich mit einer Mischung aus frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, Salz, Rosmarinpulver und frischen Knoblauchzehen angesetzt habe. Die Kartoffeln sollten mindestens 45 Minuten bei 150°C im Ofen ziehen. 
Damit die Kartoffeln nicht so trocken sind, habe ich eine Quarkcreme dazu hergestellt. Dazu habe ich lediglich einen Becher Quark mit einem Becher Creme Fraîche vermengt, eine kleine Zwiebel dazu gegeben und das ganze mit frischen Kräutern (z.B. 6-Kräuter-Mischung TK) oder eben mit frischen Kräutern aus dem Garten vermengt. Abgeschmeckt wird es mit Salz, Pfeffer, etwas Zucker, ggf. ein kleiner Schuss Essig, ein wenig Gemüsebrühe und Knoblauchpulver.
Alles in Allem ist zu sagen, dass meine Steaks leider recht trocken gewesen sind. Das kann sein, dass ich bei der Einweihung meines neuen Grills die Temperatur noch nicht hoch genug hatte. Geschmacklich haben die Steaks wie Rind geschmeckt. Würde man nicht wissen, dass es Pferd ist, würde man es auch nicht heraus schmecken. Die Kartoffelecken waren sehr lecker, vorallem auch in Verbindung mit dem Dip. Das kann ich euch für zukünftige Grillabende nur empfehlen. 
Aus dem restlichen Fleisch habe ich Gulasch gemacht, dessen Herstellung ich jetzt nicht näher beschreiben möchte. Ich kann lediglich anmerken, dass bei der Herstellung des Gulaschs es sich bewahrheitet hat, dass Pferdefleisch einen süßlichen Geschmack aufweist. Auch hier ist zwar zu sagen, dass jemand, der nicht darauf achtet, vielleicht nur etwas skeptisch sein wird, aber nicht merken wird, dass er gerade Pferd isst. Geschmacklich ist es einwandfrei, aber eben als Kochgericht eine kleine Herausforderung die süßliche Unternote zu überdecken.


Freitag, 9. Juni 2017

Brennnesselsuppe

Zutaten:
Pro Kg Hackfleisch:
20g Salz
3g schwarzen gemahlenen Pfeffer
1g Paprika edelsüß
0,5g Knoblauchpulver
0,8g Majoran
1 Prise Macis

Für die Suppe:
3 Kg Hackfleisch
1 Kg Rindfleisch
300g Kassler gekocht
1 Einkaufsbeutel voll Brennnesseln (ca. 8l gehackt)
Gemüsebrühe
5 Eier
Eierstich
5 Zwiebeln
3-5 Knoblauchzehen
3-5 Kg kartoffeln
Salz
Pfeffer

Wie ihr an der Zutatenliste bereits erkennen könnt, ist dieses Gericht nichts für schwache Nerven oder wenn es einmal schnell gehen muss. Die Mischung für das Hackfleisch ist abgeschätzt, zumindest was den Teil Paprika, Knoblauch Majoran und Macis angeht. Meist würze ich das ohne Maßangabe. Das könnt ihr dann aber für sehr viele Gerichte verwenden.
Für die Vorgehensweise vom ersten Teil der Suppe gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ihr schneidet das Suppenfleisch erst klein und müsst hinterher die Zwiebelstücke aus der Suppe fischen oder ihr schneidet es hinterher, wenn es mehr oder weniger noch warm ist. Ich habe es in diesem Fall so gemacht, dass ich das Suppenfleisch in mundgerechte Stücke geschnitten habe und diese in meinen 20l Topf gegeben habe. Dazu habe ich ca. 3l Wasser aufgefüllt und habe das Ganze 1 Stunde kochen lassen. Dazugeben muss man noch die geschälten und geviertelten Zwiebeln, sowie den den geschälten Knoblauch. Weiterhin wird der Kassler in kleine Würfel geschnitten und mit in das Wasser gegeben. Sollte es zu wenig Wasser sein, einfach auffüllen.

Nun kann man sich an eine der größten Herausforderungen machen. Bedenkt bitte, dass es sich bei diesem Rezept um 30 Portionen handelt. Wenn ihr also weniger machen wollt, dann rechnet das Ganze grob zurück. Wenn hier und da das Verhältnis nicht stimmt, ist es auch nicht schlimm. Ich habe jedenfalls die 3 Kg Hackfleisch (halb und halb) wie oben gewürzt und jeweils kleine Bällchen zwischen 2 und 4g geformt. Nachdem man mit dieser Arbeit fertig ist, ist auch das Rindfleisch weich genug. Die Klöschen werden vorsichtig mit in den Fond gegeben. Die Suppe wird mit heißem Wasser aufgefüllt, sodass der Topf mindestens zu 3/4 gefüllt ist. Die Heizleistung kann auf die Hälfte und weniger der Kochplatte reduziert werden, da die weitere Bearbeitung wieder längert dauert. Zu dieser Zeit kann man schon ein gutes halbes Glas Gemüsebrühe an den Fond geben, damit sich sein Aroma weiter ausbaut.

Nun werden als erstes die Kartoffeln geschält und im Salzwasser knapp 30 Minuten weich gekocht. Anschließend werden sie mit einem Stampfer zerkleinert und in die Suppe gegeben.
Einer der aufwendigsten Arbeitsschritte dieses Gerichtes ist das Lesen der Brennnesseln. Zunächst werden für diese Anzahl an Portionen gut eine 3/4 volle Einkaufstüte an Brennnesseln benötigt. Die Brennnesseln werden nur geerntet, wenn sie noch ganz jung sind und dann auch nur die Enden der Pflanzen. Beim Lesen werden alle Dinge, die keine Brennnessel sind aussortiert. Alle etwas festeren Stiele werden entfertn. Danach werden die Brennnesseln kurz kalt abgewaschen und mit einem Wiegemesser klein gehackt. Sie kommen nun mit an die Suppe. Weiterhin werden die Eier aufgeschlagen und einzeln unter die Suppe gerührt. Wer mag kann auch noch zusätzlichen Eierstich hinzugeben. Die Suppe wird nun noch einmal mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Von der Gemüsebrühe könnt ihr bei solch einen Topf ruhig ein Glas dran machen. Einen kleinen Tip habe ich zum Schluss noch für euch. Wenn euch die Suppe zu wässrig ist, dann rührt einfach instant Kartoffelpüreepulver dran.


Ich kann euch sagen, dass die Herstellung dieses Gerichtes echt nervig sein kann, aber der Geschmack ist einfach wahnsinnig. Und dafür, dass es dieses Gericht eigentlich nur einmal im Jahr gibt, kann man sich auch die Arbeit machen. Ich habe mir gleich 30 Portionen eingefroren und kann mich somit noch öfter daran laben. Probiert es ruhig einmal aus, ihr werdet begeistert sein. PS.: Kleiner Tipp, zieht euch Gummihandschuhe zum Pflücken und Verlesen an.

Dienstag, 6. Juni 2017

Caesar's Salad-Burger

Zutaten:
1 trockenes Brötchen
150 ml Milch
500g Hackfleisch
1 kleine Zwiebel
1 Ei
1 TL Born Senf mittelscharf
3/4 TL Oregano
10g Salz
2g schwarzer gemahlener Pfeffer
1 Eisbergsalat
2 Eier
4 EL Mayonnaise
2 EL Schmand
50g Parmesan
Salz
Pfeffer
Buns

Das getrocknete Brötchen wird so lange in der lauwarmen Milch eingelegt, bis es völlig durchtränkt ist. Anschließend wird es ausgedrückt und mit den Zutaten bis zum Eisbergsalat vermengt. Die Zwiebel sollte dazu geschält und klein gehackt werden. Die beiden Eier unter dem Salat werden hart gekocht. Mayonnaise, Schmand und Parmesan werden miteinander vermengt und mit Salz und Zucker abgeschmeckt. Die Patties werden auf dem Grill von beiden Seiten angebraten. Die Unterseite des Buns wird mit dem topping bestrichen und mit einem Salatblatt belegt. Darauf wird das Patty platziert. Zum Abschluss werden die hart gekochten Eier in Scheiben geschnitten und auf dem Patty platziert. Nun kommt der Deckel vom Bun oben drauf und fertig ist der Ceasar Salad Burger.



Mit diesem Burger bin ich leider nicht sonderlich zufrieden. Das Hackfleisch hat eine leichte Note von dem Oregano, was meines Erachtens aber nicht gut zu dem Burger passt. Geschmacklich kann er leider auch so nicht sonderlich überzeugen, da allgemein recht wenig geschmacksbeeinflussende Faktoren eine Rolle spielen. Das Patty hat wie gesagt keine sonderlichen Geschmackseigenschaften, genauso wenig, wie die Eier und der Salat. Das einzige, was dem Ganzen einen gewissen Geschmack verleiht ist das Topping. Hierbei ist aber das Problem, dass es eigentlich auch nur mild nach Mayonnaise und Parmesan schmeckt. Alles andere würde dann nur wieder Salz oder Pfeffer betonen. In meinen Augen ist das Rezept ein Versuch einen Salat mit einem Burger zu kreuzen, was nicht gelungen ist. Schaut lieber nach einem meiner anderen Burgerrezepte, dann habt ihr mehr davon.



Samstag, 22. April 2017

Ossobuco

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Salz
1/4 TL weißer Pfeffer
1/4 TL Majoran
700g Rinderbeinscheiben
100g Butter
1/16 l trockener Weißwein
1/4 Packung Orangenschale
1/4 Packung Zitronenschale
2 TL Gemüsebrühe
1/4 TL Tomatenmark
1 EL Mehl
Wasser
125g Bandnudeln
3 Röllchen Speckbohnen

Die Zwiebel wird geschält und in Ringe geschnitten. Die Knoblauchzehe wird in kleine Würfel geschnitten. Salz, Pfeffer, Majoran und Mehl werden vermischt und die Beinscheiben darin rundum behmehlt. Die Hälfte der Butter wird in einem Topf geschmolzen und die Beinscheiben zusammen mit den Zwiebeln und den Knoblauch von beiden Seiten darin angebraten. Anschließend wird der Wein zugegossen und einreduziert. Danach wird so viel Wasser zugegeben, dass die Beinscheiben zur Hälfte bedeckt sind. Die Gemüsebrühe, Zitronen- und Orangenschale wird dazu gegeben und alles zugedeckt etwa eine Stunde gegart. Danach wird das Fleisch kurz aus dem Topf genommen. Die Reste im Topf werden auf eine Seite geschoben und auf der freien Seite wird zunächst das Tomatenmark angeröstet. Danach wird die zweite Hälfte der Butter geschmolzen und mit dem restlichen Mehl vom Anfang angedickt. Danach wird so viel Wasser zugegeben, bis die Soße die gewünschte Sämigkeit erreicht hat.
Die Nudeln werden laut Packungsanweisung al dente gekocht. Die Speckbohnen werden in Butter angebraten, bis sie gar sind.


Ich habe Ossobuco vorher noch nicht gegessen. Da es hiervon anscheinend mehrere Variationen gibt, denke ich, dass ich auch meherer ausprobieren werden. Diese hier ist nur mit Zwiebeln und Knoblauch. Andere gibt es dann noch mit verschiedenen Gemüse. Diese Variante geht recht einfach. Das Fleisch ist allerdings sehr sehnig und lässt sich nicht schön essen. Die Soße war leicht fruchtig mit einer ganz leichten Säure vom Wein. Sie hat sehr gut zu dem Gericht gepasst. Die Speckbohnen habe ich nur dazu gemacht, damit ein bisschen Gemüse dabei ist. Alles in allem ist das kein Gericht für jeden Tag, aber ich bin froh es ausprobiert zu haben und freue mich auch auf die anderen Variationen.

Donnerstag, 23. März 2017

Hackfleisch-Taco-Salat

Zutaten:
500g gemischtes Hackfleisch
1/2 TL Chiliflocken
3 Tomaten
1 Knoblauchzehe
1 Stange Lauch
1 TL Paprikapulver
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 Eisbergsalat
1 Becher saure Sahne
50g Parmesan gehobelt
4 EL Schwarze Oliven
100g Tortillachips

Das Hackfleisch wird in Öl angebraten. Der Strunk der Tomaten wird entfernt. Anschließend werden die Tomaten in kleine Würfel geschnitten und zum Hackfleisch gegeben. Dazu wird der Knoblauch klein geschnitten und zusammen mit dem Paprikapulver, Salz und Pfeffer zum Hackfleisch gegeben. Nachdem die Flüssigkeit verdampft ist, werden die klein geschnittenen Stückchen vom Lauch kurz dazu gegeben, damit sie blanchiert werden. Die Oliven werden klein geschnitten und zusammen mit der Hackfleischmischung, den klein geschnittenen Eisbergsalat und den restlichen zutaten vermischt. 


Ein angenehm überraschender Salat, den es so sicher auf den wenigstens Parties gibt. Er geht relativ einfach und schmeckt nach einer guten Mischung aller Zutaten. Wichtig ist, dass der Salat nicht so lange steht, da sonst die Tortillachips einweichen. Von den restlichen Zutaten ist alles gut ausgeglichen. Eventuell die Tacos dazu stellen, damit sie sich jeder selbst nehmen kann. Ich würde ihn auf jeden Fall noch einmal machen.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Reginette mit Pfifferlingrahmsoße und Rindermedaillons

Zutaten:
200g Reginette
20g Butter
1/2 Packung TK Pfifferlinge
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50g geräucherter Speck
1/2 Becher Creme Fraîche
200 ml Milch
50g Butter 
1 EL Mehl
Salz
Pfeffer
1/2 TL Gemüsebrühe 
300g Rindermedaillons

Reginette sind eine bestimmte Art Nudeln. Sie sind gezackte, relativ dicke Bandnudeln. Diese werden in Salzwasser al dente gekocht. Die Zwiebel und der Speck wird in kleine Würfel geschnitten und in den 20g Butter angebraten. Die Knoblauchzehe wird geschält und zerquetscht und mit zu den Zwiebel-Speck-Gemisch gegeben. Anschließend werden die Pfifferlinge zugegeben und 5 Minuten mit gedünstet. Nun wird mit Creme Fraîche und Milch aufgefüllt und mit Salz, Pfeffer und der Gemüsebrühe abgeschmeckt. Aus 50g Butter und dem Mehl wird eine Mehlschwitze hergestellt, die zu der Soße gegeben wird um diese anzudicken. Das
Die Rindermedaillons werden von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer gewürzt. Danach werden sie für 3 Minuten in einer gusseisernen Pfanne von jeder Seite angebraten. Eingewickelt in Alufolie müssen sie noch einmal 5 Minuten bei 150°C im Backofen ruhen. Die Soße wird zum Schluss noch einmal mit einen TL TK Petersilie angereichert. 


Ich habe für die Medaillons falsches Filet vom Rind genommen. Das hat den Nachteil, dass sich die Medaillons durch die Sehne zusammenziehen. Leider habe ich meine auch etwas zu lange im Ofen gelassen, sodass sie etwas zu trocken gewesen sind. Dafür hat die Soße und die Nudeln voll und ganz bestochen. Die Nudeln hatten eine wunderbare Haptik im Mund. Die Soße war sowas von lecker. Das Zusammenspiel zwischen Creme Fraîche und Pilzen ist ausgezeichnet. Probiert es aus. Es ist wirklich sehr lecker.

Samstag, 4. Februar 2017

Berliner Löffelerbsen

Zutaten:
400g getrocknete Erbsen
750g gepökeltes Eisbein
1 Lorbeerblatt
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Möhre
1/2 Sellerieknolle
2 Zwiebeln
1 Stange Lauch
400g Kartoffeln
Majoran
Petersilie

Die Erbsen werden über nach in kalten Wasser eingeweicht. Am nächsten Tag wird das Eisbein zusammen mit den Erbsen, Lorbeerblatt und dem Wasser 90 Minuten gekocht. Das Fleisch wird heraus genommen, vom Knochen gelöst und klein geschnitten. Anschließend wird es wieder mit zu Suppe gegeben. Das Gemüse wird geschält und in kleine Würfel geschnitten und zur Suppe zugegeben. Nun muss die Suppe noch einmal 20 Minuten kochen. Danach wird mit Salz, Pfeffer, Majoran und Petersilie abgeschmeckt.


Ich habe die Suppe in etwas größeren Maßstab, als oben angegeben, hergestellt. Ich habe eventuell etwas zu viel Wasser genommen, was aber nicht so schlimm ist. Zusätzlich habe ich 2 Packungen Kartoffelpüreepulver in die Supper gegeben, damit sie sämig wird. Für die angegebene Menge reicht 1 Packung aus. Mehr als von der Suppe war ich von meinem Eisbein begeistert, dass ich selbst gepökelt habe. Dennoch habe ich es mir verkniffen es zu essen und habe es ordnungsgemäß in die Suppe geschnitten. Alles in allen ist die Suppe in Ordnung, aber auch hier fehlt mir noch mehr Würze. Probiert es einfach aus und sagt bescheid.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Linseneintopf mit Mettenden

Zutaten:
250g getrocknete Linsen
1,25 l Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Lorbeerblatt
2 Nelken
1/2 TL Senfkörner
1/2 TL Wachholderbeeren
1 Bund Suppengemüse
400g Kartoffeln
250, Räucherspeck
Salz
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Weißweinessig
(4 Mettenden)
(Schweineschwänzchen)

Laut Originalrezept werden Mettenden verarbeitet. Das habe ich nicht getan. Ich habe stattdessen Schweineschwänze verarbeitet. Diese habe ich in den Topf mit Wasser gegeben und 45 Minuten kochen lassen. Lorbeerblatt, Nelken, Senfkörner und Wachholderbeeren habe ich in einen Teesieb dazu gegeben. Danach habe ich den Schaum abgeschöpft und die Linsen dazu gegeben. Das Ganze wurde noch einmal 45 Minuten gekocht. Anschließend habe ich die Schweineschwänze und das Teesieb entnommen. Die Schwänze habe ich abgepoolt und das klein geschnitte Fleisch wieder zur Suppe gegeben. Die Kartoffeln werden geschält und in kleine Würfel geschnitten. Die Zwiebel genauso. Das Suppengemüse wird gewaschen, klein geschnitten und alles zusammen zur Suppe gegeben und noch einmal 20 Minuten gekocht. Zum Schluss wird die Suppe mit Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und Essig abgeschmeckt. Wer die Suppe mit Mettenden kochen will, gibt diese 10 Minuten vor Kochende hinzu.


Ich kann mich täuschen, aber ich denke, dass an der Supper noch der gewisse Pfiff fehlt. Ich habe ein anderes Rezept auf meinem Blog, was ich als gelungener einstufe. Ich denke, wenn man hier mehr kräftiges Fleisch nimmt, wie richtig geräucherten Kassler, dann bekommt die ganze Supper ein wesentlich besseres Aroma. Ansonsten schmeckt sie trotzdem gut und ist immer wieder etwas feines und bodenständiges.

Sonntag, 8. Januar 2017

Kaninchentopf a la Karin

Zutaten:
1 Kaninchen
350g Zwiebeln
Salz 
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Lorbeerblatt
1 Zweig Rosmarin
2 EL Öl
250 ml Weißwein
250 ml Wasser
Gemüsebrühe
1 Dose Champignons
100g geräucherter Speck
3 EL Weinbrand
1 Becher Creme Fraiche
80g Butter
2 EL Mehl

Das Kaninchen wird zerteilt, damit es sich besser anbraten lässt. Es wird unter kalten Wasser abgewaschen und von allen Seiten mit Salz und Pfeffer gewürzt. Vom Speck wird die Schwarte und Knorpel entfernt und dieser in grobe Stücke geschnitten. Das Öl wird in einer Pfanne erhitzt und das Kaninchen und der Speck von allen Seiten kräftig angebraten. Anschließend werden die geschälten und in Hälften geschnittenen Zwiebeln, Lorbeerblatt, Rosmarin, Weißwein, Wasser, Gemüsebrühe, Champignons und der Weinbrand hinzu gegeben. Ich habe das ganze 20 Minuten im Schnellkochtopf gekocht. Es geht allerdings auch in einem normalen Topf, dann muss man mit etwa 50-60 Minuten Garzeit rechnen. Anschließend wird die Creme Fraiche unter gerührt und aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze angerührt, die dann mit in die Soße gerührt wird. Die Soße sollte dann noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden.


Ich habe bei mir leider vergessen die Creme Fraîche einzurühren. Dennoch hat das Gericht geschmeckt. Es war mein erstes Gericht, das ich im Schnellkochtopf hergestellt habe. Das Kaninchen war sehr zart. Die Soße war etwas säuerlich durch den Weißwein. Würde man das Gericht in einem normalen Topf kochen und zuerst den Weißwein zugeben und diesen reduzieren lassen, dann kann ich mir vorstellen, dass der Geschmack etwas milder ist. Alles in allen ist dies eine neue Variante für ein Kaninchen. Beim nächsten Mal würde ich einfach die Säure reduzieren und dann ist alles wunderbar. Vom Rosmarin kann gerne etwas mehr verwendet werden. Mit einem Zweig kam mir der Geschmack etwas zu kurz.