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Freitag, 30. Juni 2017

7 Sorten neue Wurst

Wenn man einmal dabei ist, kann man auc gleich mehrere Sorten herstellen, sage ich immer, denn ob ich alles wegen einer Sorte dreckig mache oder wegen 10 macht keinen Unterschied. Also habe ich mich dazu entschlossen 7 neue Sorten Wurst auszuprobieren. Diese Sorten sind folgende:

188 Zungenleberwurst
189 Bauernleberwurst
190 Kasseler Leberwurst
192 Brüh Zwiebelwurst
193 Land-Mortadella
194 Bierwurst
195 Weißer Schwartenmagen


Wie die Sorten im einzelnen schmecken, werde ich euch in den folgenden Absätzen kurz erläutern.
Die Zungenleberwurst ist aus der ganzen Charge eigentlich die Beste. Der Geschmack ist nicht aufrdringlich und dennoch verspürt man einen wunderbaren ganzeheitlich abgerundeten Leberwurstgeschmack nachdem man sie geschluckt hat. Die Würze kommt erst zum Schluss etwas durch. Sie ist nicht so lasch die wie Bauernleberwurst. Von der Zunge merkt man nichts weiter. Das finde ich bei dem Geschmack aber nicht schlimm. Das ist definitv eine Sorte, die man wieder herstellen kann. Die Bauernleberwurst Nr. 189 schmeckt grundlegend wie eine normale Leberwurst. Sie ist für diejenigen geeignet, die es nicht sonderlich würzig mögen. Mein Fall ist das leider nicht, da ich es gerade bei einer Leberwurst lieber etwas herzhafter mag. Würde man mehr Gewürze verwenden, würde sie sicherlich dort hin kommen, aber im Originalrezept ist sie mir zu lasch.
Nr. 190 Kasseler Leberwurst schmeckt leider nicht wie erwartet. In einer meiner letzten Wurstaktionen habe ich Speckleberwurst hergestellt, die mit geräucherten Speck versetzt wurde. Diese hatte ein wunderbares Aroma. Sie war schön kräftig und herzhaft. Das hatte ich mir von der Kasseler Leberwurst auch erwartet, da geräucherter Kasseler verwendet wurde. Leider hat sich der Geschmack nicht wirklich auf den Rest der Wurst übertragen. Sie schmeckt mir persönlich zu sehr nach Standard.
Die Nummer 192 Brüh-Zwiebelwurst ist von der Konsistenz ähnlich, wie die Kasseler Leberwurst recht streichzart, weil ich es nicht mag, wenn die Wurst zu fest ist. Geschmacklich fehlt mir dabei ein wenig der Pepp. Man schmeckt recht deutlich den Kümmel hervor. Ansonsten schmeckt sie nur nach einer normalen "Schweinewurst" angelehnt an eine Sülze.
Die Land-Mortadella, mit der Nummer 193 schmeckt für mich nicht nach Mortadella. Vielleicht ist dies unter anderem dem zu verschulden, dass die Wurst nicht gekuttert wurde, sondern nur durch den Fleischwolf gelassen wurde. Bei der Wurst haben sich bedingt dadurch, dass ich keinen Emulgator dazu gegeben habe, Fett und Gelee abgesetzt. Die Sorte ist relativ grob und erinnert eher an eine Art Gehacktes im Glas.
Die 194 mit dem Namen Bierwurst ist eine gute Wurst, die ich mir vorstellen könnte durchaus im Kunstdarm abzufüllen, wenn ich genug Abnehmer hätte. Aber im Glas hält sie sich einfach länger. Geschmacklich ist sie mit einer guten Bierwurst vom Fleischer zu vergleichen.
Der Weiße Schwartenmagen mit der Nummer 195 ist eine typische Sülze. Ich würde es zumindest so beschreiben. Von der Konsistenz ist es sicher nicht jedermanns Geschmack. Vom Geschmack her ist dieser Sorte sehr mild gehalten. Bei einer nächsten Herstellung würde ich bedeutend mehr geschmacksgebende Gewürze, wie Pfeffer verwenden.

Freitag, 26. August 2016

Käse-Wurstsalat

Zutaten:
200g geriebener Emmentaler
400g Fleischwurst
1 Apfel
200g Gewürzgurken
1 Dose Mais
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Weißweinessig
1/2 TL Salz
1 TL mittelscharfer BORNsenf
1/4 TL gemahlener weißer Pfeffer
1/4 TL Paprikapulver
3 EL Öl
1 EL Schnittlauchröllchen

Die Fleischwurst wird in kleine Würfel geschnitten. Der Apfel wird entkernt, geschält und ebenfalls in kleine Würfel geschnitten. Die Zwiebel und der Knoblauch werden geschält und feine Stückchen geschnitten. Die Gurken werden ebenfalls in kleine Stücken geschnitten. Der Mais wird abgetropft zu den übrigen Zutaten hinzugegeben. Nun wird alles miteinander vermengt und sollte mindestens 1 Stunde durchziehen.


Bitte nicht wundern. Ich habe bei mir noch ein paar Stückchen des letzten Eisbergsalates hinzu gegeben. Der Salat ist soweit in Ordnung und bildet auf jeden Fall vom Anblick eine interessante Abwechslung im Gegenzug zu eintönigen Tomatensalaten oder ähnlichen. Bei dem gewählten Zutatenverhältnis schmeckt nichts wirklich hervor. Die Säure bspw. die durch das Essig oder die Gurken vorhanden ist, wird durch den Apfel wieder ausgeglichen. Das Ganze fühlt sich geschmacklich auf jeden Fall interessant an, da der Mund ständig zwischen süß und sauer umherschwenkt. Alles in allem passt dieser Salat definitv in den Sommer. Er ist relativ leicht und schmeckt nach mehr. Probiert es aus und berichtet mir.

Sonntag, 24. Juli 2016

Bayrischer Wurstsalat

Zutaten:
1 Fleischwurst (Lyoner) im Ring
3 Zwiebeln
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Salz
3 EL Petersilie
5 EL Öl
1 Schuss Balsamicoessig hell mit Nussgeschmack
1 kleine Knoblauchzehe

Die Hülle der Wurst wird entfernt und die Wurst längs halbiert. Nun werden etwa 3mm dicke Scheiben davon geschnitten. Die Zwiebeln werden geschält, halbiert und anschließend in etwa 1mm dicke Scheiben geschnitten. Der Knoblauch wird geschält und in kleine Stückchen geschnitten. Die Petersilie wird gewaschen und klein gehackt. Alles wird zusammen gegeben und mit Essig und Öl vermischt. Der Salat wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und sollte ein paar Stunden ruhen, damit er durchziehen kann.


Dieser Salat ist relativ einfach gestrickt. Grundlegend besteht er nur aus der Wurst, den Zwiebeln und den Gewürzen. Wenn man hierzu, wie oben erwähnt jedoch das richtige Essig verwendet, schmeckt er erstaunlich gut. Wenn die Zwiebeln lang genug eingeweicht sind und nicht mehr so bissfest sind, bilden sie eine angenehme Mischung mit der Wurst. Ich kann mir vorstellen, dass der Salat in Verbindung mit Käsewürfeln oder anderen Zutaten sicherlich noch besser schmeckt. Dabei kommt es aber sicherlich auch darauf an, was man dazu isst und zu welcher Jahreszeit. Im Sommer ist er so sicherlich ok, im Winter könnte er etwas reichhaltiger sein. Der Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt. Probiert euch aus und berichtet mir. Ich wünsche euch einen guten Appetit.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Thüringer Fleischsalat

Zutaten:
500g Gulasch gemischt
500g Fleischwurst
2 Zwiebeln
3 Eier
1/4 Flasche Mayonnaise
1 Becher Saure Sahne
1 EL Born Senf
4 große eingelegte Gurken
4 EL Öl 
100 ml Wasser
Salz
Pfeffer

Das Gulaschfleisch wird gewaschen, in kleine Stücke geschnitten und in 2 EL Öl angebraten. Der Fleischsaft tritt beim Braten aus dem Fleisch. Wenn dieser fast vollständig verkocht ist, wird das Wasser zugegeben. Wenn das Wasser fast komplett eingekocht ist und das Fleisch gar ist, wird es vom Ofen genommen, damit es auskühlen kann. Die Zwiebel wird geschält und klein geschnitten. Die Würfel werden im Öl glasig angedünstet. Die Eier werden hart gekocht, geschält und klein geschnitten. Fleischwurst und Gurken werden ebenfalls in kleine Stücke geschnitten. Nun wird alles miteinander vermengt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.


Leider habe ich auch hier kein schöneres Foto für euch. Ich habe diesen Salat zum Geburtstag meines Vaters zubereitet und hatte recht wenig Zeit um mich um die üblichen Fotos zu kümmern. Grundlegend ist gegen den Salat nichts einzuwenden. Er ist aufwendiger in der Herstellung, als der andere Fleischsalat, den ich bereits vorgestellt habe. Durch das geschmorte Fleisch weißt der Salat mehr Biss auf. Manch einem gefällt das, manch anderen nicht. Geschmacklich ist er auf jeden Fall gut geworden. Auch hier passt das Zusammenspiel von saurer Sahne mit Mayonnaise gut zusammen. Ich kann mir vorstellen, dass er auch nicht schlecht schmecken würde, wenn man die Zwiebeln nicht andünstet, sondern roh dazu gibt. Bei der Soße muss man etwas aufpassen, wie viel Mayconnaise und Sahne man hinzugibt, da die Gurken auch noch etwas entwässern und die Brühe vom Fleisch sollte man ebenfalls mit verwenden, da sie einen kräftigen Geschmack mit beiträgt. Ich kann mir vorstellen, dass man auch gerne mehr Eier verwenden kann. Sie schaden den Geschmack des Salates sicherlich nicht.

Montag, 6. Juni 2016

Fleischsalat

Zutaten:
500g Fleischwurst
4 große eingelegte Gurken
1/4 Flasche Mayonnaise
1 Becher Crème Fraîche
Salz
Pfeffer

Die Wurst und Gurken werden in kleine Stücke geschnitten. Alles zusammen wird mit der Crème Fraîche und der Mayonnaise vermengt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.


Der Salat ist einfach und doch gut. Ich habe den Salat mit meiner eigenen Fleischwurst Rezept Nr. 159 hergestellt. Diese Variante der Wurst hat nur einen milden Eigengeschmack. Da ich nicht so viel Wurst als Aufschnitt essen kann, wie ich immer produziere, muss ich sie anderweitig verarbeiten. In diesem Salat ist sie sehr gut aufgehoben. Die Mischung aus Mayonnaise und der Crème ergibt eine schöne Kombination, dass man denken könnte, der Salat wäre gekauft. Wer den Salat nicht ganz so "flüssig" haben möchte, kann etwas weniger der Crème Fraîche und Mayonnaise verwenden. Ich kann mir vorstellen, dass er mit ein paar klein gehackten Zwiebeln auch sehr gut schmecken könnte, aber das kann ich bei Gelegenheit noch ausprobieren.

Dienstag, 10. Mai 2016

Brühwurstversuche

Nachdem ich mir die neuen Geräte von Beeketal gekauft hatte, habe ich mich auf einen Brühwursttag vorbereitet. Dabei habe ich das erste mal Brühwurst hergestellt. Zur Herstellung von Brühwurst gibt es grundlegend 2 verschiedene Verfahren. Zum einen das Fettbrätverfahren, bei dem das Fett separat gekuttert wird und bei etwa 8°C zum gekutterten Magerfleischbrät hinzu gegeben wird. Das zweite verfahren ist das All-In-Verfahren, bei dem Fleisch und Fett von Anfang an zusammen gekuttert werden.

Für das Kuttern habe ich das Fleisch und Fett in kleine Würfel geschnitten und eingefroren. Die Würfel habe ich dann durch die 6er Scheibe des Fleischwolfes gelassen. Somit sind sie grob vorgewolft, aber noch nicht so schlimm beansprucht, dass sich eventuell Wärme entwickelt hat, die für die spätere Bindung schlecht sein könnte. Anschließend habe ich das Fleisch und Fett ein paar Runden vorgekuttert. Das geht relativ schnell, indem man die Masse auf niedrigster Stufe 3-5 Runden durchlaufen lässt. Danach habe ich die erste Häflte Eis und die Gewürze zugegeben und weiter gekuttert. Im dritten Durchgang, bei dem die Masse etwa bei 4-6°C ist, habe ich das restliche Eis hinzu gegeben und die Masse bis etwa 12°C fertig gekuttert. Im Anschluss wurde sie in den Wurstfüller gegeben und mit der größten Tulle abgefüllt. Verwendet habe ich dieses Mal überwiegend Sterildärme mit dem Durchmesser 60mm und einer Länge von 40 cm. Den Rest habe ich auf kleiner Därme oder Gläser gefüllt. Leider muss man sagen, dass die Würste hinterher etwas geschrumpelt sind. Das kann zum einen daran liegen, dass sie zu lange gekühlt wurden oder zu weich gestopft wurden. Da ich meine Experimente immer alleine durchführen muss, ist das mit dem Stopfen immer so eine Geschichte. da ich sie aber auch relativ lang gekühlt habe, trifft wahrscheinlich beides ein. Das Ergebnis des Tages kann man auf dem folgenden Bild sehen. Darauf fehlt dann allerdings noch die Nummer 163, was der Fleischkäse war und die Bauchrolle mit den Nummer 168. Die 164 und 166 konnte ich leider nicht herstellen, da ich dafür die Einlagen hätte vorpökeln müssen bzw die Würste in den Warmrauch hätte hängen müssen. Diese werde ich aber bei einem der nächsten Male herstellen.

Ausprobiert habe ich die verschiedensten Rezepte, zu denen ich euch kurz die Rahmendaten nennen will. 

Als erstes Rezept war die 159 an der Reihe. Hierfür habe ich 900g Hackfleisch (halb und halb) und 400g Schweinebacken mit 400g Schweinebauch und 400g Crusheis verarbeitet. Als Bindemittel wurde hier Backpulver verwendet. Manch einen mag dies wundern, da hierin aber die gleichen Stoffe enthalten sind, wie im Kutterhilfsmittel, kann man sich diesem auch annehmen. Als Gewürze habe ich hier eine Fertigmischung für Lyoner genommen. Geschmacklich ist diese Sorte gut gelungen. Sie schmeckt nach eine Standardlyoner, die man als Brotbelag verwenden kann, oder für Fleischsalate oder für Tomatensoße. Für die Zukunft kann man diese Sorte noch geräuchert probieren. Ansonsten kommt diese Sorte definitv mit in das Sortiment.

 

Die 160 trägt den Namen "Lecker Lyoner". Leider muss ich sagen, dass sie nicht so lecker ist, wie es der Name vermuten lässt. Verarbeitet wurden hier Hackfleisch, Fett, Bauch, Sahneeisschnee und als Gewürze NPS, Pfeffer, Macis, Piment, Kardamom, Zimt, Paprika und Koriander. Auch diese Wurst wurde wieder mit Backpulver verarbeitet. Ich gehe davon aus, dass, wenn die Wurst mit bedeutend weniger Zimt gewürzt wurden wäre, dann hätte sich besser abgeschnitten. Da aber jeweils ein halber TL angegeben wurde, finde ich dies zu intensiv für die Wurst, da man den Zimt eindeutig heraus schmeckt.



Die 161 heißt "Dickmadame" und besteht aus Hackfleisch, Bauch, Backe und Schinkenwürfeln. Als Gewürze sind hier NPS, brauner Zucker, Pfeffer, Ingwer Koriander, Macis, Senfkörner, Zwiebelgranulat und Gemüsebrühe verarbeitet. Das Brät habe ich wie Eingangs beschrieben hergestellt. Den Schinken habe ich durch die 6mm Scheibe des Fleischwolfes gedreht und im Langsamgang unter das Brät gemischt. Mit der Verteilung der Würfel in der Wurst bin ich zufrieden. Dies ist auch eine der Würste mit den wenigsten Lufteinschlüssen. Beim Essen bzw. Aufschneiden halten die Schinkenwürfel in der Wurst und fallen nicht heraus. Geschmacklich ist die Wurst ebenfalls gut gelungen. Die Würfelchen bieten einen gewissen Biss und verleihen der Wurst ein angenehmes Aroma.

 

Die Nummer 162 trägt den Namen "Bunte Liese" und stellt ein Grundbrät her, dass mit verschiedenen Zutaten erweitert werden kann. Das Grundbrät besteht aus Hackfleisch, Bauch und Backen, dass mit NPS, Paprika, Pfeffer, Macis, Piment, und Kardamom gewürzt ist. Auch hier wurde Backpulver verwendet. Die Würzung der Fleischwürste scheint mir bei vielen Sorten sehr ähnlich zu sein. Man findet hier nicht so große Unterschiede, wie beispielsweise bei den Leberwürsten. Umso mehr kommt es dann auf das entsprechende Feingefühl an. Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Wurst immer nach etwas schmecken soll. Wenn man eine typische Wurst aus der Großproduktion hat, ist es meistens so, dass das typische Aroma fehlt. Wenn ich bei jeder Fleischwurst nur 0,5g pro Kg Brät an Gewürz zugebe, dann finde ich das relativ fad. Ich werde in Zukunft noch einige Sorten ausprobieren und euch dann berichten, was ich für Erfahrungen damit gemacht habe.

 

Im vorliegenden Beispiel habe ich getrocknete, selbst gesammelte Steinpilze in die Wurst gemengt. Anfangs habe ich mir überlegt, ob ich sie vorher wässern sollte oder nicht. Da ich mir jedoch gedacht habe, dass wenn ich sie wässern würde, sie mir nur unnötig Flüssigkeit in die Wurst bringen, habe ich mich dazu entschlossen sie im getrockneten Zustand zu zu geben. Wie man sehen kann, sind die Stückchen fein und gleichmäßig verteilt wurden. Ich finde, dass man die Steinpilze nicht eindeutig herausschmecken würde, wenn man nicht wüsste, dass sie in der Wurst sind. Ich werde bei den nächsten Sorten noch andere Versuche mit Pilzen unternehmen und schauen, inwiefern sich der Geschmack niederschlägt. Das Grundbrät ist ok und liefert keinen sonderlichen Eigengeschmack, sodass man diesen tatsächlich durch Zugabe von Einlagen herstellen kann.

 

Als weiteres Experiment habe ich bei diesem Rezept zunächst einen Teil der Wurst mit einer kleinen Dose Mais bestückt. Dazu habe ich den Mais abtropfen lassen und von Hand unter das Brät gemengt. Für den zweiten Teil des Brätes habe ich jungen Gouda in Würfel geschnitten und ihn ein paar Runden im Kutter mitlaufen lassen. Den letzten Teil des Brätes habe ich mit ein paar klein geschnittenen Chilischoten bestückt. Als Ergebnis sieht man einen Teil der Wurst in dem alle 3 Varianten vorhanden sind, da im Wurstfüller immer noch ein kleiner Rest gewesen ist. Bei dieser Variante muss ich allerdings sagen, dass ich nicht vernünftig von der Zusammensetzung überzeugt bin. Ich weiß nicht, ob es an dem Käse oder den Mais liegt, aber ich vermute den Käse. Das bedeutet, wenn man die Wurst warm machen würde, wie eine Art Wiener, dann schmeckt es wesentlich besser, als im kalten Zustand. In dieser Art und Weiße würde ich es jedenfalls nicht noch einmal ausprobieren. Das nächste mal werde ich solch eine Variante wahrscheinlich mit Paprika oder getrockneten Tomaten ausprobieren.

 

Das Rezept für die Nummer 165 trägt den Namen "Bierschinken". Dafür wurden 1600g S1 aus dem Schinken in 1-2 cm große Stücke geschnitten und über Nacht vorgepökelt. Das Brät besteht aus Rindfleisch, S2 und Fett. Als Gewürze dienen NPS, Muskat, Kardamom, Koriander, Piment, Pfeffer und Zitronenschale. Wie man sehen kann, reicht die Pökelzeit leider nicht aus. Die Schinkenwürfel sind noch zu hell. Sie wurden mit dem Knethaken der Küchenmaschine so lange geknetet, bis sie ausreichend bindig waren. Danach habe ich sie einvakuumiert. Das nächste Mal muss ich die Pökelzeit etwas verlängern. Der Zusammenhalt der Wurst ist gut, was für mich bedeutet, dass das Kneten ausreichend lang war.Geschmacklich ist die Wurst soweit gut. Ich finde, dass der Kardamom oder der Koriander ganz leicht hervor schmeckt. Dennoch kann man die Wurst beruhigt wieder herstellen.



Für die 167 "Fleischwurst im Glas" ist ebenfalls ein Standartbrät verwendet wurden, dass nach Belieben mit Füllmaterial bestückt werden kann. Das Grundbrät besteht aus Rindfleisch, Schweineschulter und Fett. Als Gewürze wurden hier NPS, Ingwer, Muskat, Kardamom, Koriander, Piment, Paprika, Pfeffer, Zitronenschale und Zwiebel verwendet. In diesem Rezept wurde mit Kutterhilfsmittel gearbeitet. Ich habe dazu leider kein Bild, aber die Wurst ist sehr gut geworden. Ich werde sie mit sicherheit wiederholt herstellen und auch als Grundbrät für andere Sorten verwenden.