Sonntag, 7. Februar 2016

Dresdner Christstollen

Zutaten:
1000g Mehl
2 Würfel frische Hefe
250 ml lauwarme Milch
500g Butter
150g Zucker
1 TL Salz
1 Packung Zitronenschale
600g Rosinen
100g gehackte Mandeln
150g Zitronat
8 cl Stroh 80
1 Päckchen Vanillezucker
Puderzucker
100g Butter



Alle Zutaten müssen zur Verarbeitung Zimmertemperatur haben. Das Zitronat wird klein geschnitten. Die Rosinen werden verlesen, also Stiele und zu trockene Früchte entfernt. Die Mandeln werden mit dem Zitronat und den Rosinen vermischt und mit dem Stroh Rum übergossen. Zugedeckt bleibt die Mischung bis nach dem Kneten des Teiges stehen. 
Das Mehl wird in eine große Schüssel gegeben. In der Mitte wird eine Mulde gebildet. In die Mulde wird die Hefe gebröckelt, ein paar EL des Zuckers darüber gegeben und die lauwarme Milch dazu gegeben. Der Hefeansatz wird mit etwas Mehl verrührt und mit einem Tuch abgedeckt. Der Vorteig muss nun mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen. Wenn der Vorteig deutlich aufgegangen ist, wird er mit dem restlichen Mehl und dem restlichen Zucker und der Butter, Salz und der Zitronenschale zu einem glänzenden Teig von Hand geknetet. Nun wird die Mandel-Rosinenmischung unter den Teig geknetet. Der Teig muss intensiv bearbeitet werden, sodass die ganze Luft raus ist und der Teig schön glänzend ist. Es ist hilfreich, wenn der Teig mehrmals auf die Arbeitsfläche geschlagen wird. Anschließend muss der Teig 90 Minuten zugedeckt ruhen. Danach wird er noch einmal durch geknetet. Zwei geeignete Formen werden ausgefettet. Die Rohlinge können auch auf einem Backblech, das mit Backpapier ausgelegt ist gebacken werden, aber dann laufen sie etwas auseinander. Es ist ratsam, wenn zwei Stollen auf einem Blech gebacken werden, dass in der Mitte und außen ein Teiler aufgestellt ist. Das kann zum Beispiel ein Holzklotz sein, den man mit Alufolie umwickelt. Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Holz nicht harzig ist, sonst versaut ihr euch den ganzen Ofen.
Damit der Stollen seine Form erhält wird er zunächst zu einem ovalen Ballen geformt. Auf einer Seite wird mit der Handkante eine Vertiefung eingedrückt. Nun wird die eine Seite über die andere geschlagen und der Stollenrohling in die Form gegeben. Dort muss er noch einmal knapp 1 Stunde gehen. Anschließend wird er bei 160°C ( wenn ihr zwei Stollen daraus macht) 70 Minuten gebacken, wenn es nur einer ist solltet ihr ca. 90 Minuten anstreben. Sollte der Stollen zu dunkel werden, könnt ihr die Oberseite mit Alufolie oder auch Backpapier abdecken.
Nachdem der Stollen fertig ist (Stäbchenprobe machen), muss der zweite Teil der Butter geschmolzen werden. Mit einem Pinsel wird der Stollen satt mit der Butter bepinselt. Noch warm muss der Stollen mit dem Vanillezucker bestreut werden. Sobald der Stollen ausgekühlt ist, wird er mit einer dicken Schicht Puderzucker bestäubt.


Der Stollen sollte einige Zeit liegen, damit er sein volles Aroma entfaltet. Auf dem Bild habe ich noch keinen Puderzucker darüber gestreut. Die Stollen können in Plastiktüten aufbewahrt werden. Geschmacklich bin ich mit dem Stollen voll zufrieden. Auch der Teig hatte eine recht gute Konsistenz. Ich finde zwar, dass er nicht so gut ist, wie der Hollandt'sche Christstollen, aber dennoch ein sehr gutes Pendant dazu ist. Wichtig finde ich auch hier, dass man am Besten Stroh Rum verwendet, da er dem ganzen einen besonderen Geschmack verleiht, auch wenn der Stollen dadurch teurer wird. Hier merkt man vor allem, dass Gute Qualität im Endergebnis eben manchmal etwas kostet. Ich denke, wenn man kein Fan von Zitronat und Rosinen ist, könnte man auch getrocknete Früchte verwenden oder sie einfach weg lassen, aber dann wird der Stollen relativ trocken. Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß beim Ausprobieren. Es lohnt sich.