Mittwoch, 21. Juni 2017

Rhabarberkuchen mit Mandeln

Zutaten:
Für den Teig:
200g Quark
125 ml Milch
125 ml Öl
125g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
1 Packung Zitronenschale
400g Mehl
1 Packung Backpulver

Für den Belag:
1 Kg Rhabarber
1 Packung Vanillepuddingpulver
250 ml Milch
200g Zucker
200g Saure sahne
2 Eigelb
100g Butter
3 Scheiben Zwieback
gemahlene Mandeln

Für die Streusel:
250g Mehl
250g Zucker
250g Butter

Backform:
Backblech ca. 41x35 cm

Für den Teig werden alle Zutaten miteinander verknetet, bis der Teig schön elastisch ist. Anschließend wird er zwischen zwi Backpapieren auf die Größe des Backbleches ausgerollt. Bei diesem Kuchen empfehle ich euch kein Backpapier auf das Blech zu legen, sondern das Blech einzufetten und zu mehlieren. Dann den Teig darauf legen und einen leichten dünnen Rand formen. Vom Rhabarber werden die "Sehnen" entfernt und die Stangen in kleine Stücke geschnitten. Nun wird der Zwieback zerbröselt und auf dem Teig verteilt. Die gemahlenen Mandeln werden ebenfalls darüber gestreut. Die Menge richtet sich nach euren Geschmack. Ich habe eine dünne Schicht auf den Teig verteilt. Anschließend werden die Rhabarberwürfel darauf gegeben und aus den Restlichen Zutaten für den Teig eine Masse gerührt. Die Butte sollte dafür sehr weich, am besten zerlassen sein. Die Masse wird dann über den Rhabarber geschüttet. 
Die Zutaten für die Streusel werden von Hand miteinander verknetet. Anschließend werden Streusel abgezupft und auf dem Belag verteilt.
Der Kuchen muss nun bei 160°C 45 Minuten backen.


Ich muss euch gestehen, dass ich euch nicht wirklich Informationen dazu geben kann, wie der Ölteig im Original schmeckt, weil ich vergessen habe das Öl rein zu machen. Ich kann euch nur sagen, wie er ohne Öl schmeckt. Zunächst dachte ich, dass der Teig dann sehr trocken wird, aber dem ist Gott sei Dank nicht so. Der Teig ist sowas von fluffig und locker, dass man sich rein legen könnte. Er erinnert an eine Art Hefeteig nur ohne Hefe. Also für alle, die sowas mögen, ihr werdet es lieben. Die Streusel sind durch das Gematsche vom Belag leider nicht so trocken, wie sie sein sollten. Trotzdem ist der Kuchen einfach nur traumhaft. Ich habe mich richtig gefreut, als er fertig war. Ich kann ihn euch in jeglicher Art und Weise nur empfehlen.


Sonntag, 18. Juni 2017

Pflaumenkuchen mit Vanille-Nuss-Streuseln

Zutaten:
Für den Mürbeteig:
300g Mehl
1/2 Packung Backpulver
1 Ei
200g Butter
175g Zucker
2 Packungen Vanillezucker

Für den Belag:
1 Kg Pflaumen
250g Quark
50 ml Milch
50g Mehl
3 Eier
175g Zucker
2 Packungen Vanillezucker

Für die Streusel:
125g Puderzucker
250g Mehl
125g Butter
100g gehackte Nüsse
1 Packung Vanillearoma

Backform:
Backblech ca. 41x35cm

Die Zutaten für den Mürbeteig werden von Hand miteinander verknetet, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Anschließend wird er zwischen zwei Backpapieren auf Größe des Backbleches ausgerollt. Das Obere Backpapier wird entfernt und der Kuchen optional mit gemahlenen Nüssen bestreut.
Die Pflaumen werden, wenn noch nicht geschehen entkernt und halbiert und auf den Teig gelegt. Die restlichen Zutaten für den Belag werden miteinander vermengt und über die Pflaumen gegossen.
Die Zutaten für die Streusel werden von Hand miteinander vermengt und in Form von Streuseln auf der Belagmasse verteilt. Nun wird der Kuchen bei 160°C 65 Minuten gebacken.

 

Ich habe die Nüsse in dem Rezept weg gelassen, weil ich die bei Streuselkuchen nicht mag. Bei dem Belag habe ich anstelle der Milch den Saft der Plaumen genommen. Zunächst dachte ich, dass die Masse nicht fest wird, aber nach einiger Zeit ging das dann ganz gut. Geschmacklich ist der Kuchen gut geworden. Für alle, die Kuchen lieber etwas matschiger mögen, wird das ein Genuss sein. Glücklicherweise sind die Streusel schön ausgebacken, sodass sie nicht zu weich geworden sind. Der Boden ist nicht zu fest und nicht zu weich und der gesamt Kuchen lässt sich gut essen. Ich denke, man kann das Rezept auch gerne als Grundlage nehmen und jede andere Art von Obst dazu verwenden.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Leberkäse 191

Bei diesem Leberkäse habe ich das 191te Rezept ausprobiert. Dass das, was auf dem Bild zu sehen ist, nicht wie ein Leberkäse aussieht lässt sich wie folgt erklären. Während der Herstellung ist mein Kutter ausgestiegen, weil es ihm zu anstrengend war. Auch hierbei kann ich nur immer wieder sagen, dass, wer den Platz und natürlich auch das Geld hat, jeder sich einen Vertikalkutter holen sollte, weil die Messer dann einfach mit weniger Masse in Berührung kommen, als bei einem Horizontalkutter. Mein kutter ist mit 9 L angegeben und verarbeitet maximal 2 Kg Brät. Das ist schon sehr traurig. Aufgrund dieser Tatsache lässt sich jedenfalls erklären, warum der Leberkäse so grobkörnig aussieht. Die Form resultiert daher, dass ich keine andere Form außer meiner Schinkenfee da hatte. Also habe ich das Brät dort hinein gefüllt. Trotz Ausfetten ist, dennoch wieder ein bisschen am Boden hängen geblieben. So wirklich warm werde ich mit diesem Gerät nicht. Dann lieber auf altbewährte Weise in eine Kuchenform geben und da drinnen backen. Geschmacklich ist zu dem Leberkäse zu sagen, dass er auf einer Skala von 1-10 für den Geschmack eines Leberkäses eine 1 bekommen müsste, weil er leider überhaupt nicht nacht Leberkäse geschmeckt hat. Dafür war er als Hackbraten allerdings spitze. Für den Geschmack eines Hackbratens würde ich ihm 9 Punkte geben.



Montag, 12. Juni 2017

Pferdesteak mit Wedges

Vor einiger Zeit habe ich mit einem Freund von mir ein Pferd geschlachtet. Ich selber habe mir davon nur ein Teil des Roastbeefs und des Filets mitgenommen. Aus dem Roastbeef habe ich Steaks gebraten und aus dem Rest Gulasch hergestellt. Entgegen der Meinung, dass Pferdefleisch einen süßen Geschmack aufweist, kann ich euch sagen, dass es nicht der Fall war. Zumindest nicht bei den Steaks. Aber Schritt für Schritt. Zunächst habe ich das Fleisch 1 Woche im Vakuum im Kühlschrank reifen lassen. Da ich es danach nicht gleich verarbeitet habe, wurde es kurzzeittig eingefroren. Nachdem es vollständig aufgetaut war, habe ich das Fleisch in etwa 3 cm dicke Scheiben geschnitten. Die Stücke, die zu groß waren, habe ich noch einmal geteilt.
Ansonsten habe ich für das Fleisch nichts weiter vorbereitet, außer kurz vor dem Grillen eine Seite mit etwas groben Meersalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer bestreut. Als Zutaten habe ich Zuckermaiskolben mit auf den Grill gelegt und Kartoffelecken hergestellt. Für die Kartoffelecken werden die Kartoffeln gewaschen und je nach Größe geviertelt oder geachtelt. Sie werden mit einer Mischung aus Salz, Cayennepfeffer, Knoblauchpulver, Rosmarin und Paprikapulver "mariniert" und in eine beschichtete Auflaufform gegeben. In die Form werden noch 1 bis 2 Zwiebeln (geschält und geviertelt) mit hinzugegeben und alles mit einem Öl übergossen. Ich verwende bei mir Olivenöl, dass ich mit einer Mischung aus frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, Salz, Rosmarinpulver und frischen Knoblauchzehen angesetzt habe. Die Kartoffeln sollten mindestens 45 Minuten bei 150°C im Ofen ziehen. 
Damit die Kartoffeln nicht so trocken sind, habe ich eine Quarkcreme dazu hergestellt. Dazu habe ich lediglich einen Becher Quark mit einem Becher Creme Fraîche vermengt, eine kleine Zwiebel dazu gegeben und das ganze mit frischen Kräutern (z.B. 6-Kräuter-Mischung TK) oder eben mit frischen Kräutern aus dem Garten vermengt. Abgeschmeckt wird es mit Salz, Pfeffer, etwas Zucker, ggf. ein kleiner Schuss Essig, ein wenig Gemüsebrühe und Knoblauchpulver.
Alles in Allem ist zu sagen, dass meine Steaks leider recht trocken gewesen sind. Das kann sein, dass ich bei der Einweihung meines neuen Grills die Temperatur noch nicht hoch genug hatte. Geschmacklich haben die Steaks wie Rind geschmeckt. Würde man nicht wissen, dass es Pferd ist, würde man es auch nicht heraus schmecken. Die Kartoffelecken waren sehr lecker, vorallem auch in Verbindung mit dem Dip. Das kann ich euch für zukünftige Grillabende nur empfehlen. 
Aus dem restlichen Fleisch habe ich Gulasch gemacht, dessen Herstellung ich jetzt nicht näher beschreiben möchte. Ich kann lediglich anmerken, dass bei der Herstellung des Gulaschs es sich bewahrheitet hat, dass Pferdefleisch einen süßlichen Geschmack aufweist. Auch hier ist zwar zu sagen, dass jemand, der nicht darauf achtet, vielleicht nur etwas skeptisch sein wird, aber nicht merken wird, dass er gerade Pferd isst. Geschmacklich ist es einwandfrei, aber eben als Kochgericht eine kleine Herausforderung die süßliche Unternote zu überdecken.


Freitag, 9. Juni 2017

Brennnesselsuppe

Zutaten:
Pro Kg Hackfleisch:
20g Salz
3g schwarzen gemahlenen Pfeffer
1g Paprika edelsüß
0,5g Knoblauchpulver
0,8g Majoran
1 Prise Macis

Für die Suppe:
3 Kg Hackfleisch
1 Kg Rindfleisch
300g Kassler gekocht
1 Einkaufsbeutel voll Brennnesseln (ca. 8l gehackt)
Gemüsebrühe
5 Eier
Eierstich
5 Zwiebeln
3-5 Knoblauchzehen
3-5 Kg kartoffeln
Salz
Pfeffer

Wie ihr an der Zutatenliste bereits erkennen könnt, ist dieses Gericht nichts für schwache Nerven oder wenn es einmal schnell gehen muss. Die Mischung für das Hackfleisch ist abgeschätzt, zumindest was den Teil Paprika, Knoblauch Majoran und Macis angeht. Meist würze ich das ohne Maßangabe. Das könnt ihr dann aber für sehr viele Gerichte verwenden.
Für die Vorgehensweise vom ersten Teil der Suppe gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ihr schneidet das Suppenfleisch erst klein und müsst hinterher die Zwiebelstücke aus der Suppe fischen oder ihr schneidet es hinterher, wenn es mehr oder weniger noch warm ist. Ich habe es in diesem Fall so gemacht, dass ich das Suppenfleisch in mundgerechte Stücke geschnitten habe und diese in meinen 20l Topf gegeben habe. Dazu habe ich ca. 3l Wasser aufgefüllt und habe das Ganze 1 Stunde kochen lassen. Dazugeben muss man noch die geschälten und geviertelten Zwiebeln, sowie den den geschälten Knoblauch. Weiterhin wird der Kassler in kleine Würfel geschnitten und mit in das Wasser gegeben. Sollte es zu wenig Wasser sein, einfach auffüllen.

Nun kann man sich an eine der größten Herausforderungen machen. Bedenkt bitte, dass es sich bei diesem Rezept um 30 Portionen handelt. Wenn ihr also weniger machen wollt, dann rechnet das Ganze grob zurück. Wenn hier und da das Verhältnis nicht stimmt, ist es auch nicht schlimm. Ich habe jedenfalls die 3 Kg Hackfleisch (halb und halb) wie oben gewürzt und jeweils kleine Bällchen zwischen 2 und 4g geformt. Nachdem man mit dieser Arbeit fertig ist, ist auch das Rindfleisch weich genug. Die Klöschen werden vorsichtig mit in den Fond gegeben. Die Suppe wird mit heißem Wasser aufgefüllt, sodass der Topf mindestens zu 3/4 gefüllt ist. Die Heizleistung kann auf die Hälfte und weniger der Kochplatte reduziert werden, da die weitere Bearbeitung wieder längert dauert. Zu dieser Zeit kann man schon ein gutes halbes Glas Gemüsebrühe an den Fond geben, damit sich sein Aroma weiter ausbaut.

Nun werden als erstes die Kartoffeln geschält und im Salzwasser knapp 30 Minuten weich gekocht. Anschließend werden sie mit einem Stampfer zerkleinert und in die Suppe gegeben.
Einer der aufwendigsten Arbeitsschritte dieses Gerichtes ist das Lesen der Brennnesseln. Zunächst werden für diese Anzahl an Portionen gut eine 3/4 volle Einkaufstüte an Brennnesseln benötigt. Die Brennnesseln werden nur geerntet, wenn sie noch ganz jung sind und dann auch nur die Enden der Pflanzen. Beim Lesen werden alle Dinge, die keine Brennnessel sind aussortiert. Alle etwas festeren Stiele werden entfertn. Danach werden die Brennnesseln kurz kalt abgewaschen und mit einem Wiegemesser klein gehackt. Sie kommen nun mit an die Suppe. Weiterhin werden die Eier aufgeschlagen und einzeln unter die Suppe gerührt. Wer mag kann auch noch zusätzlichen Eierstich hinzugeben. Die Suppe wird nun noch einmal mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Von der Gemüsebrühe könnt ihr bei solch einen Topf ruhig ein Glas dran machen. Einen kleinen Tip habe ich zum Schluss noch für euch. Wenn euch die Suppe zu wässrig ist, dann rührt einfach instant Kartoffelpüreepulver dran.


Ich kann euch sagen, dass die Herstellung dieses Gerichtes echt nervig sein kann, aber der Geschmack ist einfach wahnsinnig. Und dafür, dass es dieses Gericht eigentlich nur einmal im Jahr gibt, kann man sich auch die Arbeit machen. Ich habe mir gleich 30 Portionen eingefroren und kann mich somit noch öfter daran laben. Probiert es ruhig einmal aus, ihr werdet begeistert sein. PS.: Kleiner Tipp, zieht euch Gummihandschuhe zum Pflücken und Verlesen an.