Samstag, 1. Februar 2014

Besuch der Intergastra 2014

Heute habe ich zum ersten Mal die Intergastra in Stuttgart besucht. Mit dem Hintergrund mir neue semiprofessionelle Geräte für mein Hobby zu zu legen und Neuigkeiten im Bereich der Gastronomie aufzugreifen wollte ich mich überraschen lassen. Pünktlich nach ca. 250 Km Fahrt habe ich das Gelände der Messe erreicht. Ich dachte mir, dass ich mich beeilen muss um in den acht Stunden, die die Messe geöffnet hat, alles zu sehen.
Mein Weg führte mich zunächst über das gesamte Messegelände, da sich meine favorisierte Halle ungünstigerweise am anderen Ende befunden hat. Ich habe mir die ersten zweieinhalb Stunden in Halle 1 vertrieben. Dort konnte ich bei den Herstellern der Geräte nachfragen, welche Daten sie aufweisen, mich von deren Lautstärke und Leichtgängigkeit überzeugen. Enttäuschend fande ich, dass die meisten Geräte doch im gehobenen Preissektor lagen und nahezug keinerlei Angebote im Preissegment zwischen 500 und 1000€ dabei waren.
Nichts desto Trotz haben die Geräte allesamt überzeugt und ich freue mich darauf, wenn ich irgendwann verschiedene davon mein Eigen nennen kann.

Als ich mit Halle 1 fertig war, macht ich mich auf die Suche nach den kulinarischen Köstlichkeiten der Messe. Dabei wurden meine Erwartungen leider komplett enttäuscht. In den Getränke- und Kaffeehallen erwarteten mich völlig andere Aussteller, als erwartet. Bei den Kaffeeherstellern gab es tatsächlich nur sehr große Maschinen mit denen selbst eine normale Gaststätte nichts anfangen kann. Keinerlei Kleingeräte oder auch für den Freizeitgebrauch geeignete Maschinen. Was soetwas auf einer Gastronomiemesse suchen soll werden sich sicherlich einige Leser fragen. Meine Gegenfrage hierzu würde dann lauten; was sollen Schulklassen auf einer Gastromesse? (Aushang für ermäßigte Preise an der Kasse)

In der eigentlichen Getränkehalle gab es fast ausschließlich Bier und ein paar Limonaden. Mein Vorhaben, mir einen neuen Weinvorrat zu zu legen, hatte sich leider mit jeden Schritt durch die Hallen erübrigt.

Die Hallen für die restliche Gastronomieausstattung, wie Kassensystemen, Einrichtung etc. war sicherlich ganz nett, hätte mich, wäre ich Gastwirt, aber nicht überzeugt. 

Zum Schluss fehlen noch zwei Hallen. Eine Halle in der es Unmengen an Eis zu kosten gab und eine in der es alles andere gab. Ich kann euch nur sagen, wer Eis mag, der muss dort hin und sich voll futtern, bis es nicht mehr geht. Ich habe die Aussteller nicht gezählt, aber es waren sehr viele und sehr freundliche Eisaussteller, von denen man alles probieren durfte. Lustig war gleich der Anfang. Ich besuchte den ersten Stand und habe ein recht leckeres Schokoladeneis probiert. Gleich daneben war ein Stand der die Geräte zum Eisherstellen vertrieb. Ein recht junger und stark von sich überzeugter Verkäufer meinte, ich solle unbedingt sein Eis probieren (während ich das vom Nachbarn noch in der Hand hatte), das würde viel besser, als das seines Nachbarn schmecken. Ich dachte mir, der kann ja viel erzählen, wie sie es eben alle machen. Also habe ich schnell mein Schokoladeneis verspeist und mir von ihm eine Kugel Cremeeis geben lassen. Ihr könnt mir glauben, ich habe schon viel viel Eis in meinem Leben gegessen und bis jetzt war ich nur mit einer Sorte aus Limone sul Garda und einer Sorte aus Schwandorf so zufrieden, dass ich jeden empfehlen würde, dort hin zu gehen, wenn er richtig gutes Eis essen will. Nach dieser Kostprobe kam tatsächlich ein neuer Hersteller hinzu. Absolut geniales Eis. So weich und cremig, einfach Wahnsinn. Ich habe mich dann noch an einigen anderen Ständen in der Halle durchprobiert, aber irgendwann konnte ich nicht mehr.

Nun bleibt eigentlich nur noch eine Halle übrig. In dieser gab es alle möglichen Lebensmittel. Von Fleisch über Brötchen zu Saucen. Schön wäre es tatsächlich gewesen, wenn es auf dem gesamten Messegelände noch mehr dieser Aussteller gegeben hätte. Ich habe leckeres Rührei, Sandwich, Burger, Saucen und verschiedene andere Dinge probiert. Hier gab es tatsächlich Stände bei denen ich gesagt habe, dass sie recht angenehme Produkte aufweisen, die ich mir für die Gaststätte meines Vaters oder auch für den Eigengebrauch ganz gut vorstellen könnte. Aber auch hier waren leider ein paar Muffel dabei oder solche Stände, die kein Mensch braucht, oder kennt ihr noch jemanden der so etwas, wie einen V-Hobel braucht? o_0 völlig unnütz meiner Meinung.

Meine ursprüngliche Befürchtung, dass ich die Messe in den 8 Stunden nicht schaffen könnte, hat sich bereits nach der Hälfte der Zeit erledigt. Etwas enttäuscht darüber habe ich mir manche Hallen noch einmal in aller Ruhe angeschaut und mich anschließend auf den Weg nach Hause gemacht.

Mein Fazit, 30€ Eintrittspreis rechtfertigen in keinster Weise den Besuch dieser Messe. Als Nichtgastronom ist es sowieso komplett sinnlos, weil sich keiner eine Aufschnittmaschine für 2000€ Zuhause in die Küche stellt und in Massen irgendwelche Lebensmittel kauft. Es gibt sicherlich Messen, auf denen mehr für weniger angeboten wird.