Montag, 12. Juni 2017

Pferdesteak mit Wedges

Vor einiger Zeit habe ich mit einem Freund von mir ein Pferd geschlachtet. Ich selber habe mir davon nur ein Teil des Roastbeefs und des Filets mitgenommen. Aus dem Roastbeef habe ich Steaks gebraten und aus dem Rest Gulasch hergestellt. Entgegen der Meinung, dass Pferdefleisch einen süßen Geschmack aufweist, kann ich euch sagen, dass es nicht der Fall war. Zumindest nicht bei den Steaks. Aber Schritt für Schritt. Zunächst habe ich das Fleisch 1 Woche im Vakuum im Kühlschrank reifen lassen. Da ich es danach nicht gleich verarbeitet habe, wurde es kurzzeittig eingefroren. Nachdem es vollständig aufgetaut war, habe ich das Fleisch in etwa 3 cm dicke Scheiben geschnitten. Die Stücke, die zu groß waren, habe ich noch einmal geteilt.
Ansonsten habe ich für das Fleisch nichts weiter vorbereitet, außer kurz vor dem Grillen eine Seite mit etwas groben Meersalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer bestreut. Als Zutaten habe ich Zuckermaiskolben mit auf den Grill gelegt und Kartoffelecken hergestellt. Für die Kartoffelecken werden die Kartoffeln gewaschen und je nach Größe geviertelt oder geachtelt. Sie werden mit einer Mischung aus Salz, Cayennepfeffer, Knoblauchpulver, Rosmarin und Paprikapulver "mariniert" und in eine beschichtete Auflaufform gegeben. In die Form werden noch 1 bis 2 Zwiebeln (geschält und geviertelt) mit hinzugegeben und alles mit einem Öl übergossen. Ich verwende bei mir Olivenöl, dass ich mit einer Mischung aus frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, Salz, Rosmarinpulver und frischen Knoblauchzehen angesetzt habe. Die Kartoffeln sollten mindestens 45 Minuten bei 150°C im Ofen ziehen. 
Damit die Kartoffeln nicht so trocken sind, habe ich eine Quarkcreme dazu hergestellt. Dazu habe ich lediglich einen Becher Quark mit einem Becher Creme Fraîche vermengt, eine kleine Zwiebel dazu gegeben und das ganze mit frischen Kräutern (z.B. 6-Kräuter-Mischung TK) oder eben mit frischen Kräutern aus dem Garten vermengt. Abgeschmeckt wird es mit Salz, Pfeffer, etwas Zucker, ggf. ein kleiner Schuss Essig, ein wenig Gemüsebrühe und Knoblauchpulver.
Alles in Allem ist zu sagen, dass meine Steaks leider recht trocken gewesen sind. Das kann sein, dass ich bei der Einweihung meines neuen Grills die Temperatur noch nicht hoch genug hatte. Geschmacklich haben die Steaks wie Rind geschmeckt. Würde man nicht wissen, dass es Pferd ist, würde man es auch nicht heraus schmecken. Die Kartoffelecken waren sehr lecker, vorallem auch in Verbindung mit dem Dip. Das kann ich euch für zukünftige Grillabende nur empfehlen. 
Aus dem restlichen Fleisch habe ich Gulasch gemacht, dessen Herstellung ich jetzt nicht näher beschreiben möchte. Ich kann lediglich anmerken, dass bei der Herstellung des Gulaschs es sich bewahrheitet hat, dass Pferdefleisch einen süßlichen Geschmack aufweist. Auch hier ist zwar zu sagen, dass jemand, der nicht darauf achtet, vielleicht nur etwas skeptisch sein wird, aber nicht merken wird, dass er gerade Pferd isst. Geschmacklich ist es einwandfrei, aber eben als Kochgericht eine kleine Herausforderung die süßliche Unternote zu überdecken.